Berlin – Friesack (– Wittenberge – Hamburg)

Zweigleisige Hauptbahn, 287 km
15.10.1846 Eröffnung der eingleisigen Strecke von Berlin Hamburger Bahnhof (zunächst am Güterbahnhof) über Spandau und Wittenberge bis Boizenburg
12.12.1846 Eröffnung der eingleisigen Gesamtstrecke Berlin – Hamburg
12.1847 Streckenverlängerung nach Berlin Hamburger Bahnhof (Personenbahnhof); zweigleisiger Ausbau des Streckenabschnittes Spandau – Nauen
1861/1862 Zweigleisiger Ausbau des Streckenabschnittes Berlin Hamburger Bahnhof – Spandau
1866 Fertigstellung des zweigleisigen Ausbaues auf der Gesamtstrecke Berlin – Hamburg (außer Havelüberquerung bei Spandau)
01.06.1882 Eröffnung des Hamburger Stadtbahnanschlusses (Verbindungsbahn) von Charlottenburg nach Ruhleben (siehe dort)
1883 Inbetriebnahme einer neuen zweigleisigen Drehbrücke über die Havel bei Spandau
14.10.1884 Schließung des Hamburger Bahnhofes in Berlin; Abfertigung aller Züge des Personennah- und -fernverkehrs der Hamburger Bahn im benachbarten Berlin Lehrter Bahnhof
01.08.1885 Herstellung eines Verbindungsgleises für den Güterverkehr vom Bahnhof Spandau der Hamburger Bahn zum Bahnhof Spandau der Lehrter Bahn
01.10.1890 Neuordnung des Personen- und Güterverkehrs und betriebliche Zusammenfassung der Hamburger und der Lehrter Bahn zwischen Berlin und Spandau: Nutzung der Gleise der Hamburger Bahn für den Personenverkehr und der Gleise der Lehrter Bahn für den Güterverkehr
01.06.1891 Rücknahme des Personenfernverkehrs der Hamburger Bahn von den Gleisen der Stadtbahn (Hamburger Stadtbahnanschluss); Abfertigung sämtlicher Reisezüge in und aus Richtung Hamburg im Lehrter Bahnhof in Berlin
01.10.1891 Einführung des Berliner Vororttarifes bis Nauen
11.1891 Eröffnung des Auswandererbahnhofes in Ruhleben
01.05.1893 Zusammenlegung der bisher getrennten Güterabfertigungen des Hamburger Bahnhofes und des Lehrter Bahnhofes in Berlin
1902 Herstellung einer niveaufreien Einfädelung des Hamburger Stadtbahnanschlusses in die Gleise der Hamburger und Lehrter Bahn bei Ruhleben
03.1911 Fertigstellung der neuen Gleisanlagen in Spandau; sechsgleisige Trasse zwischen Spandau und Spandau West mit besonderen Güter- und Vorortgleisen; niveaufreie Verzweigung der Personengleise von Hamburger und Lehrter Bahn westlich von Spandau West
03.1911 Verlagerung des Güterverkehrs zwischen Spandau und Nauen auf die Gleise der Lehrter Bahn bis Rangierbahnhof Wustermark sowie auf die Gleise der seit 1902 betriebenen Umgehungsbahn (Wildpark –) Wustermark – Nauen
05.09.1911 Eröffnung der Grunewaldbahn von Heerstraße nach Spandau Hauptbahnhof (heute Stresow; siehe dort)
1916 Fertigstellung des 1912 begonnenen Ausbaues der Bahnanlagen in Nauen zur Aufnahme des zusätzlichen Verkehrs der 1915 bis Oranienburg verlängerten Umgehungsbahn von Wildpark (siehe dort)
23.08.1928 Aufnahme des elektrischen S-Bahnbetriebes von der Stadtbahn über die Gleise der Grunewaldbahn sowie ab Spandau über die Vorortgleise bis Spandau West (Stromschiene, 800 V Gleichstrom; siehe dort)
1928 Abbau der Gleisanlagen des früheren Auswandererbahnhofes in Ruhleben
15.05.1933 Aufnahme des Triebwagen-Schnellverkehrs zwischen Berlin Lehrter Bahnhof und Hamburg ("Fliegender Hamburger")
09.1939 Einstellung des Schnellverkehrs auf der Hamburger Bahn
04.1945 Einstellung des Eisenbahnbetriebes auf der Hamburger Bahn im Berliner Raum
03.05.1945 Ende der Kriegshandlungen in Berlin
Mitte 1945 Abbau des zweiten Gleises der Hamburger Bahn ab Berlin Jungfernheide zu Reparationszwecken (bis zur Zonengrenze bei Schwanheide)
15.06.1945 Wiederaufnahme des Dampfvorortverkehrs zwischen Berlin Lehrter Bahnhof und Spandau West
06.07.1945 Wiederaufnahme des Fernverkehrs zwischen Berlin Lehrter Bahnhof und Wittenberge
08.1945 Verlängerung des wiederaufgenommenen Dampfvorortverkehrs von Spandau West bis Nauen
15.07.1947 Aufnahme eines Pendelzugverkehrs von Berlin-Spandau nach Spandau West mit Dampfbetrieb als Anschluss für die nur bis Spandau verkehrende S-Bahn (siehe dort)
15.08.1947 Einstellung des Pendelverkehrs zwischen Berlin-Spandau und Spandau West
24.06.1948 Blockade der Westsektoren von Berlin durch die sowjetische Besatzungsmacht; Unterbrechung des gesamten Güterverkehrs sowie des Interzonen- und Militärdurchgangsverkehrs von und nach Westberlin
12.05.1949 Ende der Berlin-Blockade; Wiederaufnahme des Eisenbahnverkehrs mit Güter- und Interzonenzügen auf der Hamburger Bahn
21.05.1949 Streik der Westberliner Eisenbahner; Einschränkung des Güterverkehrs und des neu geregelten Interzonenverkehrs auf der Hamburger Bahn
28.06.1949 Ende des Eisenbahnerstreiks in Westberlin; Wiederaufnahme des Güter- und Interzonenverkehrs auf der Hamburger Bahn
14.08.1951 Eröffnung des elektrischen S-Bahnbetriebes zwischen Spandau West und Falkensee auf dem verbliebenen Ferngleis der Hamburger Bahn (siehe dort)
28.08.1951 S-Bahnelektrifizierung des verbliebenen Personengleises der Hamburger Bahn zwischen Jungfernheide und Spandau (Stromschiene, 800 V Gleichstrom); Aufnahme des S-Bahn-Pendelbetriebes (siehe dort)
28.08.1951 Einstellung des dampfbetriebenen Vorortverkehrs zwischen Berlin Lehrter Bahnhof und Falkensee; Verlagerung des Fernverkehrs auf die Stadtbahn; Schließung des Lehrter Bahnhofes
13.08.1961 Bau der Berliner Mauer; Unterbrechung der Strecke zwischen Spandau West und Albrechtshof
09.10.1961 Wiederaufnahme des dampfbetriebenen Vorortverkehrs zwischen Albrechtshof und Falkensee, als Ersatz für den eingestellten elektrischen S-Bahnbetrieb (siehe dort)
05.12.1961 Endgültige Unterbrechung bei Albrechtshof an der Berliner Stadtgrenze (nach Grenzdurchbruch); Umleitung des Interzonenverkehrs auf der Hamburger Bahn von und nach Berlin über Griebnitzsee (Potsdam-Magdeburger Bahn)
1966/1967 Einstellung des Verkehrs auf dem verbliebenen Lehrter Gütergleis zwischen Berlin-Moabit und Siemensstadt-Fürstenbrunn
1972 Inbetriebnahme eines Containerbahnhofes auf dem Gelände des ehemaligen Hamburger Güterbahnhofes an der Heidestraße
26.09.1976 Wiedereröffnung des Spandauer Fernbahnhofes (heute Stresow); Führung des Interzonenverkehrs zwischen Berlin-Spandau und Nauen über die Gleise der Lehrter Bahn und Umgehungsbahn
1979/1980 Wiederaufbau des zweiten Gleises der Hamburger Bahn zwischen dem Berliner Außenring bei Brieselang und Friesack (– Wittenberge)
18.09.1980 Zweiter Streik der Westberliner Eisenbahner; vorübergehende Einstellung des Güterverkehrs innerhalb Westberlins
20.09.1980 Stellwerksbesetzung im Bahnhof Berlin Zoologischer Garten; vorübergehende Einstellung des Transitverkehrs auf der Hamburger Bahn
24.09.1980 Ende der Stellwerksbesetzung im Bahnhof Berlin Zoologischer Garten; Wiederaufnahme des Transitverkehrs auf der Hamburger Bahn
28.09.1980 Ende des Eisenbahnerstreiks in Westberlin; Wiederaufnahme des Güterverkehrs auf der Hamburger Bahn
01.11.1980 Schließung des Berlin Lehrter Güterbahnhofes (Güterbahnhof Spreeufer)
28.09.1983 Elektrifizierung der Strecke Albrechtshof – Nauen (Oberleitung, 15 kV, 16 2/3 Hz)
09.11.1989 Öffnung der Berliner Mauer
13.08.1990 Wiederaufnahme des Vorortverkehrs zwischen Berlin-Spandau (heute Stresow) und Nauen über die Lehrter Bahn und Umgehungsbahn bei Bredow
30.09.1990 Verlängerung des Vorortverkehrs von Berlin-Spandau nach Nauen (über Bredow) ab Berlin-Charlottenburg; Triebwagenverkehr
1991 Einstellung des Fern- und Regionalverkehrs auf der Hamburger Bahn zwischen Berlin-Spandau und Falkensee; Umbau der Strecke und Elektrifizierung
1992 Erweiterung des Containerbahnhofes an der Heidestraße (Berlin "Hamburger und Lehrter", HuL)
30.05.1992 Verlängerung der Elektrifizierung der Hamburger Bahn von Nauen bis Neustadt (Dosse)
31.05.1992 Verlegung des Startpunktes des Vorortverkehrs nach Nauen (über Bredow) von Berlin-Charlottenburg nach Berlin Jungfernheide
23.05.1993 Einstellung des Vorortverkehrs zwischen Albrechtshof und Falkensee; Stilllegung der Strecke zum vorgesehenen Ausbau für 160 km/h
27.06.1994 Verlegung des Startpunktes des Vorortverkehrs nach Nauen von Berlin Jungfernheide nach Westkreuz (Ringbahn) über den Lehrter Stadtbahnanschluss
28.05.1995 Lückenschluss zwischen Berlin-Spandau und Albrechtshof; Wiedereröffnung des Fern- und Regionalverkehrs auf der Hamburger Bahn zwischen Berlin-Spandau (heute Stresow) und Falkensee (– Hamburg); Trassenneubau mit durchgehend wieder zweigleisigem Betrieb; Freihaltung einer möglichen S-Bahntrasse Berlin-Spandau – Falkensee (– Nauen; siehe dort)
09.01.1997 Wiederinbetriebnahme der Elektrifizierung Falkensee – Brieselang nach Streckenumbau
25.02.1997 Wiederinbetriebnahme der Elektrifizierung Brieselang – Nauen nach Streckenumbau
19.05.1997 Schließung des Spandauer Fernbahnhofes (Stresow); schrittweise Inbetriebnahme des neuen Fernbahnhofes an der Klosterstraße in Spandau (West); Herstellung eines neuen Überwerfungsbauwerkes für die Verzweigung von Hamburger und Lehrter Bahn westlich von Berlin-Spandau (West)
23.05.1997 Elektrifizierung des Streckenabschnittes (Berlin-Charlottenburg –) Berlin-Spandau – Albrechtshof; durchgehender elektrischer Betrieb Berlin – Hamburg
14.07.2003 Einstellung des Zugverkehrs von Nauen nach Friesack (– Wittenberge); Ausbau der Strecke für 230 km/h
28.09.2003 Wiedereröffnung des Abschnittes Nauen – Friesack (– Wittenberge) nach Abschluss der Bauarbeiten
12.12.2004 Abschluss des Ausbaues und Eröffnung der Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin (Stadtbahn) – Hamburg; schnellste Fernverbindung zwischen zwei Großstädten in Deutschland
28.11.2005 Wiedereröffnung des Abschnittes Berlin-Moabit (Güterbahnhof) – Berlin-Spandau nach Umbau zur Hochgeschwindigkeitsstrecke
28.05.2006 Wiederherstellung der Personengleise zwischen Berlin Hauptbahnhof (Lehrter Bahnhof) und Berlin-Spandau; Einführung der Hamburger Bahn in den neuen Nordsüd-Fernbahntunnel bei Berlin-Moabit
01.03.2009 Totalsperrung der Strecke wegen Bauarbeiten (Schwellenaustausch); Umleitung der Fernzüge über Stendal / Uelzen; weitgehender Ersatz der Regionalzüge durch Busse
13.06.2009 Wiedereröffnung der Strecke für den Fern- und Regionalverkehr nach Abschluss der Bauarbeiten
(ohne Termin) Geplante Wiederherstellung des S-Bahnverkehrs bis mindestens Falkensee (siehe dort); Regionalbahnsteig in Albrechtshof entfällt dann